Aerosol Akademie
Wir vernetzen Wissen

Aktuelle Forschungsprojekte

Smart Air Quality Network

Ziel des Verbundprojektes smartAQnet ist u.a. die Entwicklung eines intelligenten, reproduzierbaren Messnetzwerkes in der Modellregion Augsburg, welches die derzeit verfügbaren Luftqualitäts- (insbesondere Feinstaub) und Meteorologie-Daten mittels bestehender Technologien erfasst. Des Weiteren werden neue, mobile, preiswerte Messtechnologien entwickelt und zum Einsatz gebracht, welche zusätzlich zu den bereits existierenden stationären Messstationen „mobile“ Daten generieren. Somit werden möglichst in Echtzeit aussagefähige "lokale" Daten erzeugt, welche als Basis für individuelle Entscheidungen wie auch für Applikationen dienen können. Das Datennetzwerk soll stationäre und mobile Daten so erfassen und darstellen, dass diese Messwerte zukünftig für Wissenschaft, Behörden und Bürger gleichermaßen nutzbringend eingesetzt werden können. So können aus dem Messnetzwerk generierte Daten von Stadtplanern oder individuellen Bürgern praxisnah angewandt und neuartige nachhaltige Anwendungen im Bereich Mobilität und städtischer Raum unterstützt werden.


Abgeschlossene Forschungsprojekte

NanoValid

Das Hauptziel des Forschungsvorhabens NanoValid war es, eine Reihe von zuverlässigen Referenzmethoden und Materialien für die Herstellung, der physikochemischen Charakterisierung (PC), Gefahrenidentifikation und Expositionsabschätzung von erzeugten Nanomaterialien zu entwickeln (einschließlich Methoden zur Dispersionskontrolle und Kennzeichnung der Nanomaterialien). Auf der Grundlage neu definierter Referenzmethoden wurden aktuelle Ansätze und Strategien für die Risiko- und Lebenszyklusanalyse verbessert, modifiziert und weiterentwickelt und deren Durchführbarkeit durch praktische Fallstudien bewertet. Mehr zu diesem Projekt können Sie auf der Projekthomepage unter www.nanovalid.eu nachlesen.


Schülerforschungszentrum

Im Rahmen der Serie „Wissenschaft für alle“ fand in Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrums Berchtesgaden und der Fa. GRIMM Aerosol Technik Ainring eine Veranstaltung statt. Im Vortrag wurde die Herausforderung „Feinstaub als Umwelt- und Gesundheitsbelastung“ in den Fokus der Betrachtung gerückt. Hierzu referierte Dipl.-Ing. Andreas Jaksch vom Messtechnikhersteller GRIMM Aerosol Technik Ainring über die physikalischen und chemischen Grundlagen der Feinstaubentstehung und der Verhaltensweisen von kleinen Partikeln, deren Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen und die technischen Möglichkeiten zur Messung und Überwachung von Feinstaub. Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung des Schülerforschungszentrums Berchtesgadener Land.



UFS Aerosol Supersite

Die Aerosol Akademie leitete die "Aerosol Supersite", eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS). Aerosol Supersite unterstützte die Verstetigung und Entwicklung der Infrastruktur sowie der wissenschaftlichen Kapazitäten an der UFS. Alle Mitglieder des Konsortiums (siehe UFS) und ihre Abteilungen (mit Aerosolmessung, Identifikation und Forschung) waren beteiligt. Darüber hinaus wurde angestrebt, Wirtschaftspartner für spezifische Projekte zur infrastrukturellen Entwicklung zu rekrutieren.

Das Projekt hatte eine kontinuierliche Weiterentwicklung der UFS zum Ziel, um eine effiziente Station für die langfristige Beobachtung von Aerosol zu werden.  Ein weiterer Schwerpunkt war die Validierung von Aerosolmessungen an Satelliten. Hierzu wurde eine erste Machbarkeitsstudie durchgeführt, welche durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert wurden und als weiteres abgeschlossenes Projekt folgt.


Machbarkeitsstudie „Aerosol Supersite“

Die Machbarkeitsstudie „Aerosol Supersite“ (Phase I) mit Startzeitpunkt November 2015 hatte sich zum Ziel gesetzt, für einen konkreten ersten Anwendungsfall „Satellitenvalidierung“ auf der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS), Startvoraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten und zu schaffende Rahmenbedingungen auf der UFS zu prüfen. Das Alleinstellungsmerkmal der UFS auf 2650 m Seehöhe, als höchste Forschungsstation Deutschlands mit der nahe gelegenen weiteren Messinfrastruktur auf Zugspitzgipfel (2962 m), Schneefernerkopf (2875 m), Wankgipfel (1780 m) sowie in Garmisch-Partenkirchen (Campus des KIT/IMK-IFU, 705 m) und weiter noch bis hin zur ca. 30 km entfernten Forschungsstation auf dem Hohenpeißenberg (988 m), sollten in diesem Projekt auf ihren infrastrukturellen Ausbau in Richtung einer „Aerosol Supersite“ überprüft werden. Darin wurden die Maßnahmen und Rahmenbedingungen identifiziert, die zur Implementierung standardisierter UAV-Messflüge und der Entwicklung kontinuierlicher, räumlicher (vertikal und horizontal) spektral hochauflösender LIDAR-Messungen im Anwendungsfall innovativer Validierung von satellitengestützten Aerosolprodukten notwendig sind. Ziel der Machbarkeitsstudie war es in drei Teilprojekten (Satellit/LIDAR/UAV-Insitu-Messungen), innerhalb eines halben Jahres, eine realistische Planungs- und Datenbasis bezüglich aller wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen und auch rechtlichen Aspekte zu schaffen, die für die Umsetzung bzw. der Definition von Phase II nötig sind.

Die Projektleitung hatte die BG UFS GmbH (Markus Neumann) inne und die redaktionelle Zusammenstellung des Abschlussberichtes oblag der Aerosol Akademie (wissenschaftliche Koordination).